Gothic Special in Selb – Das dunkelste Mittelalter aller Zeiten!

Gothic Special in Selb – Das dunkelste Mittelalter aller Zeiten!

Größtes Mittelalter-Open-Air-Festival Europas eröffnet vom 12. bis zum 14 September seine Pforten und geht in die 16. Runde

Selb, Oberfranken Vom 12. bis 14. September 2025 wird der Goldberg in Selb erneut zum Zentrum einer anderen Welt: Wenn das Festival-Mediaval seine Tore öffnet, verwandelt sich die malerische Landschaft in eine pulsierende Stadt voller Musik, Märkte, Lagerleben und lebendiger Geschichte. Bereits zum 16. Mal findet das größte Mittelalter-Open-Air-Festival Europas statt – und dieses Jahr wird es düsterer, mystischer und intensiver denn je.

Wer mittelalterliche Klänge und vielfältige Acts in einer entspannten gechillten Atmosphäre erleben möchte, für den ist das Mediaval Festival genau das Richtige. Unter dem Motto „Gothic Special – Das dunkelste Mittelalter aller Zeiten!“ erwartet Besucher ein atmosphärisches Gesamterlebnis, das die geheimnisvolle Seite des Mittelalters in Musik, Kunst und Performance zelebriert. Mehr als 200 Auftritte auf sechs Bühnen garantieren ein Programm, das Fans von Folk, Pagan, Mittelalter-Rock, Gothic, Metal und genreübergreifenden Klängen gleichermaßen begeistert.

Neuer Kapitän am Steuer

Nach 17 Jahren kreativer Leitung übergab Festivalgründer Karl-Heinz „Bläcky“ Schwarz die Organisation an seinen Schwiegersohn Ulf „Admiral Ulf“ Schertel. Bläcky prägte das Festival mit Herzblut, innovativen Ideen und einem unerschütterlichen Engagement für Kultur und Gemeinschaft. Nun führt Admiral Ulf das Erbe fort – und setzt eigene Akzente, wie das diesjährige Gothic-Special eindrucksvoll zeigt.

Headliner bringen den Goldberg zum Beben

Das diesjährige Line-up versammelt einige der spannendsten und prägendsten Namen der Szene. Mit dabei sind ASP, Ikonen der Gothic-Welt, deren tiefgründige und dramatische Klangwelten seit Jahren die Fans in ihren Bann ziehen. VNV Nation bringen ihren epischen Future Pop auf die Bühne, während die italienischen Wind Rose als „Metal-Zwerge“ mit energiegeladenem Power Metal für mächtige Stimmung sorgen. Düster-poetisch wird es mit Goethes Erben, den Pionieren des avantgardistischen Dark Wave, und ebenso gefühlvoll wie hypnotisch mit Diary of Dreams. Einen genreübergreifenden Mix aus Rock, Folk und Klassik-Elementen liefern Letzte Instanz, während QNTAL mittelalterliche Klänge kunstvoll mit elektronischen Sphären verbindet. Für maritime Stimmung sorgen schließlich The Longest Johns mit ihren mitreißenden Sea Shanties. Und dies ist nur ein Vorgeschmack – mehr als 50 weitere Bands und Künstler werden den Goldberg zum Beben bringen.

Mehr als nur Musik

Das Festival ist weit mehr als eine Konzertreihe. Besucher können über den mittelalterlichen Markt mit mehr als 100 Ständen schlendern, das historische Lagerleben erleben, im Literaturzelt namhaften Autoren wie Bernhard Hennen, Boris Koch oder Christian von Aster lauschen, oder bei Workshops und Living Chess selbst aktiv werden.

Spektakuläre Feuershows, Raubvogel-Vorführungen, Theaterstücke und Gaukler sorgen für ununterbrochene Unterhaltung. Im Hafenviertel erwarten Piratenshows, exotische Drinks und maritime Musik.

Wenn sich Fans aus ganz Europa in prachtvollen Gewändern treffen, wird das Mittelalterfestival zu einer farbenfrohen Zeitreise – mit Spaß und Erlebnissen für Liebhaber, Freund und für die ganze Familie. (Foto: Richard Kirschner)

Ein Festival für alle – und für den Geldbeutel

Trotz seines Rufs als größtes Mittelalter-Open-Air Europas zählt das Festival-Mediaval zu den eher günstigen Veranstaltungen seiner Art – und bleibt bewusst familienfreundlich. Das Mediaval Festival bietet ein breites Repertoire von Aktivitäten für Jung und Alt. Es verwandelt den Goldberg in einen Ort der multikulturellen Begegnung und musischen sowie künstlerischen Ektasen. Ganz bewusst richtet sich das Festival nicht an keine bestimmte Altersgruppe. Familien sind herzlich eingeladen. Für Kinder wird mit einem Spielplatz und verschiedenen Aktionen wie Kinderritterturnier, Geschichtenzelt und Mitmachstände gut gesorgt sein. Es bleibt noch als Tipp zu erwähnen, dass das Festival mit angepasster Kleidung der Epoche Mittelalter weit mehr Spaß macht.

Das Gelände ist barrierearm gestaltet und bietet Rollstuhlpodeste, Behindertenparkplätze und zugängliche Sanitäranlagen.

Nachhaltigkeit und Gemeinschaft

Das Festival setzt auf Ökostrom, Recycling und Upcycling. Rund 100 freiwillige Helfer und 30 Bereichsleiter sorgen ehrenamtlich für reibungslose Abläufe – aus Liebe zur Kultur und zum besonderen Spirit dieses Events.
Tickets & weitere Infos
Der Veranstalter lädt alle Musik- und Kulturbegeisterte herzlich ein, die ein Teil dieses Spektakels werden möchten; einzigartige entspannte Stunden sind garantiert! Weitere Infos gibt es unter festival-mediaval.com oder tickets.festival-mediaval.eu. Ein 3-Tages-Ticket kostet 170,00 €. Es können aber auch Tagestickets erworben werden. 

M’era Luna: Die schwarze Familie feiert in Hildesheim (Flughafen Hildesheim-Drispenstedt)

M’era Luna: Die schwarze Familie feiert in Hildesheim (Flughafen Hildesheim-Drispenstedt)

Hildesheim. Ein Vierteljahrhundert M’era Luna – und die schwarze Szene feiert, als gäbe es kein Morgen. Zum 25. Mal verwandelte sich der Flughafen Hildesheim-Drispenstedt in eine andere Welt: ein Meer aus Schwarz, Leder, Samt und glitzernden Accessoires. 25.000 Besucher reisten aus ganz Europa an, um an diesem besonderen Familientreffen teilzunehmen. Wer hier ankommt, taucht ein – in Musik, Gemeinschaft und das Gefühl, für ein Wochenende Teil einer eigenen Stadt zu sein.

Mitreißend und voller Power – NULL POSITIV brachten das M’era Luna-Publikum zum Beben.

Mitreißend und voller Power – NULL POSITIV brachten das M’era Luna-Publikum zum Beben. Foto: @ Richard Kirschner

Schon die Anreise am Freitag war ein Ritual für sich: lange Kolonnen Fahrzeuge auf der A7, Staulängen bis zu 20 Kilometern bildeten sich aus dem Süden, Geduld und Vorfreude in der Luft. Wer das Festivalgelände betrat, spürte sofort: Hier schlägt das Herz der Szene – laut, dunkel und voller Energie. Und das Wetter spielte perfekt mit: Sonne, blauer Himmel und Temperaturen, die zum Schwelgen auf dem Infield und zum Schlendern über den Mittelaltermarkt einluden.

Freitag: Ein Auftakt mit Gänsehaut

Als STIMMGEWALT um 20 Uhr den ersten Ton anstimmte, wurde es still – nur um Sekunden später in tosenden Applaus zu münden. Zwölf Stimmen, die bekannte Szene-Songs neu formten, mal sanft, mal bedrohlich, immer intensiv. Danach übernahmen LORD OF THE LOST die Bühne und rissen das Publikum mit in ihre Welt aus Pathos, Härte und Emotion. Sie präsentierten ihr „OPVS NOIR Vol. 1“ und ließen dennoch Platz für geliebte Klassiker. Das emotionale Highlight: „Dark Heart of the Moon“, eigens zum Jubiläum von rund 20 Musikern komponiert, wurde mit LORD OF THE LOST und Stimmgewalt performt – ein Moment, der wie ein dunkler Stern am Himmel des Festivals leuchtete. Am Spätnachmittag fand der traditionelle Crypt Talk statt – dieses Mal mit Chris Harms von Lord of the Lost und M’era Luna Chefbooker Stephan Thanscheidt.

Impressionen: Festivalfieber pur – das M’era Luna-Publikum feiert mit voller Leidenschaft und Elan.

Samstag: Schwarz trifft Vielfalt

Der Samstag war ein musikalisches Kaleidoskop: von NULL POSITIVs kompromissloser Energie über FAUNs mystische Klangwelten bis zu HEILUNGs ritueller Trance. Zwischen APOCALYPTICAs Cello-Gewittern und EISBRECHERs markanten Hymnen war für jeden Geschmack der Szene etwas dabei. Die kurzen Wege zwischen Main Stage und Club Stage machten es leicht, keine Lieblingsband zu verpassen.

Abseits der Bühnen lockten der Duft von Met, frisch gebackenem Brot und Räucherwerk. Auf dem Mittelaltermarkt flanierten Elfen, Krieger und Viktorianer nebeneinander. In der M’era Luna Academy standen Workshops hoch im Kurs, während die Gothic Fashion Show im Disco Hangar die Kreativität der Szene zum Glänzen brachte.

Impressionen: The beautiful minds of M’era Luna - Teil 01

Sonntag: Letzter Festivaltag

Der Sonntag startete kraftvoll: BEYOND BORDER, CORLYX und MANNTRA heizten früh ein, MASSIVE EGO legten tanzbare Elektronik darüber. SCHATTENMANN brachten NDH-Wucht, COPPELIUS eine Prise Theatralik im Steampunk-Stil. TORUL, CORVUS CORAX und SIERRA VEINS führten die Zuhörer in unterschiedlichste Klangwelten, während VERSENGOLD folkige Wärme ins Spiel brachte. Ab dem späteren Nachmittag sollte es dann mit Acts wie Leæther Strip, LACUNA COIL, BLUTENGEL oder AND ONE noch einmal hochkarätig weitergehen.

Stimmen aus der Menge

„So viel Schwarz auf einem Fleck hab ich schon lange nicht mehr gesehen – und die Musik geht direkt ins Herz!“, schwärmt Lars aus dem Erzgebirge. „Heuer gibt’s sogar bayerisches Fassbier – da freu ich mich wia a Schneekönig!“, lacht Ludwig aus Bamberg. Susi aus Augsburg sagt: „Es ist laut, aber schön – und die Leute sind unglaublich freundlich.“ „Wind im Gesicht, Bass in den Ohren – mehr braucht’s nicht“, meint Wiebke aus Hamburg. Claudia aus Amberg lobt die besondere Rücksichtnahme: „Hier achten die Menschen aufeinander. Das ist selten bei Festivals der Fall.“

Impressionen: The beautiful minds of M’era Luna - Teil 02

Mehr als nur Musik

Das M’era Luna ist ein Erlebnisraum: ein Ort, an dem man alte Freunde trifft, neue Gesichter kennenlernt und für zwei Tage – in diesem Jubiläumsjahr sogar drei Tage - in eine Welt eintaucht, die außerhalb der Tore kaum existiert. Nachhaltigkeit, Komfort und Liebe zum Detail prägen das Bild: „Grün Rockt!“, „Trasholution“ und 2.000 helfende Hände sorgen dafür, dass das Festival auch in Zukunft strahlen kann – so schwarz es auch ist.
Auch im Jubiläumsjahr beweist das M’era Luna, dass es weit mehr ist als ein Festival. Es ist ein Gefühl. Ein Versprechen. Und für viele der schönste Ort der Welt – zumindest für ein verlängertes Wochenende.

M’era Luna-Festival: Wo Schwarz zur Wahrheit wird und dunkle Klänge wahre Gesichter vereinen

M’era Luna-Festival: Wo Schwarz zur Wahrheit wird und dunkle Klänge wahre Gesichter vereinen

Hildesheim. Ein düsterer Ruf hallt durch Europa – und er führt alle, die sich der Nacht verbunden fühlen, am 9. und 10. August 2025 nach Hildesheim-Drispenstedt. Dort verwandelt sich das Flughafengelände erneut in eine schaurig-schöne Schattenwelt: Das legendäre M’era Luna Festival öffnet seine Tore – und mit ihm die Pforten zu einer anderen Realität. 

Harz, Herz und Headbangen: So wild war das ROCKHARZ! Unvergessliche Momente, donnernde Riffs und echte Festivalmagie.

Harz, Herz und Headbangen: So wild war das ROCKHARZ! Unvergessliche Momente, donnernde Riffs und echte Festivalmagie.

Wenn der Harz bebt und Metal durch die Berge hallt – dann ist ROCKHARZ! Vier Tage lang, vom 3. bis 6. Juli 2025, verwandelte sich der Flugplatz Ballenstedt am Rand des idyllischen Harzgebirges erneut in das Epizentrum der harten Riffs. Eingebettet zwischen Wiesen, Wäldern und Felsmassiven, bot das Festival nicht nur eine spektakuläre Kulisse, sondern auch ein Line-up, das keine Wünsche offenließ.

Der erste – zugleich heißeste – Festivaltag heizte den Fans gleich doppelt ein: Neben der Sonne sorgten Bands wie Primal Fear, Rhapsody of Fire, Insomnium, Dark Tranquillity, Apocalyptica und Saxon für wuchtige Gänsehautmomente und einen perfekten Start.

Zum Glück zeigte sich das Wetter ab Tag zwei von seiner besten Seite: strahlender Sonnenschein, milde Temperaturen und perfekte Bedingungen für lange Festivaltage und kurze Nächte.

Am Donnerstag rockten unter anderem Kupfergold, The New Roses, J.B.O., Sodom, Versengold, King Diamond und Nachtblut das Infield. Bei Heaven Shall Burn sprang spontan Britta Görtz (Hiraes) für den erkrankten Marcus Bischoff ein – ihre kraftvollen Growls rissen das Publikum mit. In der deutschen Death-Meal-Szene ist sie wohlbekannt und ihre markanten Vokals ließ den Fans permanent eine Gänsehaut über den Rücken jagen.

Der Freitag bot mit Arctis, Defects, Harpyie, Draconian, Overkill, Gloryhammer und Cradle of Filth ein facettenreiches Programm. Für dunkle Ästhetik und Bühnenbild sorgte Mono Inc. – sie schufen eine passende Gothic- und Dark-Rock-Atmosphäre. Powerwolf erhielt den längsten Timeslot des Abends und nutzte die vollen 90 Minuten für eine fulminante Show. Vor einem dicht gefüllten Infield zelebrierte Frontmann Attila Dorn gemeinsam mit seiner Band eine imposante „Heavy-Metal-Messe“. Als er das Publikum fragte: „Seid ihr bereit, mit uns das Feuer des Heavy Metal zu entfachen?“, gab es kein Halten mehr – pure Ekstase unter freiem Himmel. Den stimmungsvollen Abschluss des Tages lieferte die isländische Post-Metal-Band Sólstafir, die mit sphärischen Klängen und emotionaler Tiefe einen eindrucksvollen Kontrapunkt setzte.


Energiegeladen, theatralisch, packend – Attila Dorn begeistert das Publikum. (Foto: Richard Kirschner)

Am Samstag füllten sich die Infield-Bereiche erneut ab ca. 11:00 Uhr – bereit für einen weiteren Tag musikalischer Vielfalt. Mit dabei: kraftvolle Auftritte von Pro-Pain, Grand Magus, Avatarium, Combichrist, Mr. Hurley & die Pulveraffen, Dragonforce sowie Abbath performs Immortal; zuletzt genannte Band sorgte für frostige Black-Metal-Stimmung und düstere Klangwelten. ASP, bekannt für ihre düsteren Klangwelten zwischen Gothic und Rock, faszinierten mit einer ausgefeilten Show, tiefgründigen Texten und einer starken Bühnenpräsenz. In Extremo kombinierten Mittelalter-Instrumente mit Metal und Feuer; die Berliner Band brachte mit Dudelsack, Pyro und Power die Fans zum Mitfiebern.

Fan-Rückblick: Vier Tage Metal und Emotionen

Kaum war das letzte Gitarrenriff verklungen, da war es für viele Fans auch schon wieder vorbei: das ROCKHARZ 2025 – vier Tage voller Energie, Gemeinschaft und unvergesslicher Momente. Für viele fühlte es sich an wie ein Wimpernschlag: „Kaum hast du dein Zelt aufgebaut, schon sind vier Tage wieder vorbei!“, bringt es Bernd aus Bayreuth auf den Punkt. Für Lukas aus Lenting bei Ingolstadt stand vor allem das musikalische Line-up im Fokus: „Von Szenegrößen bis zu Geheimtipps – es war für jeden etwas dabei!“ Zwar machten Hitze und Staub zu schaffen, wie Juliane aus Dortmund anmerkt, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Besonders geschätzt wurde die Nähe zu den Künstlern: „Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Idolen mal so nah komme und sogar mit ihnen plaudern kann“, erzählt Karsten aus dem Erzgebirge begeistert. Mit großartiger Musik, einer einzigartigen Atmosphäre und unzähligen Highlights wird das ROCKHARZ 2025 noch lange in Erinnerung bleiben.

Vorbereitungen für 2026 laufen

Laut Presse- und Mediensprecher Kai Wilhelm laufen bereits jetzt die Vorbereitungen für ROCKHARZ 2026 auf Hochtouren: „Wir sind stolz, dass wir auch jetzt schon einige Headliner für nächstes Jahr gewinnen konnten, wie bspw. HELLOWEEN, KNORKATOR; Subway to Sally und Alice Cooper.“ Auch nächstes Jahr wird das Festival wieder an vier Tagen stattfinden, nämlich vom 01. bis 04. Juli 2026. Wer die beliebten Festival-Tickets ergattern soll, muss schnell sein. Tickets sind erhältlich ab 07. Juli 2025 um 17:00 Uhr. 

(Fotos: Richard Kirschner)

Wenn der Harz bebt: das ROCKHARZ im Ausnahmezustand - Staub, Sturm und Headbanging – das ROCKHARZ rockt!

Wenn der Harz bebt: das ROCKHARZ im Ausnahmezustand - Staub, Sturm und Headbanging – das ROCKHARZ rockt!

Ballenstedt. Vom 2. bis 5. Juli 2025 wird der Flugplatz Ballenstedt erneut zum Zentrum der Metal-Welt: Das ROCKHARZ-Festival lockt auch in diesem Jahr rund 25.000 Musikfans aus ganz Europa in die beeindruckende Kulisse des Harzes – zwischen Teufelsmauer und Brockenpanorama. Was bereits am Eröffnungstag deutlich wurde: Die Temperaturen waren schweißtreibend – die Performances der Bands allerdings nicht weniger. Bei bis zu 37 °C heizten Acts wie SAXON, APOCALYPTICA, DARK TRANQUILLITY oder TÝR den Fans zusätzlich kräftig ein. Der Auftakt am Mittwoch ließ keine Zweifel: ROCKHARZ ist heißer denn je – im doppelten Sinne.

Fast 60 Bands aus allen Spielarten des Metal – von Pagan bis Power, von Gothic bis Industrial – bringen in vier Festivaltagen die Bühnen zum Beben. Heute stehen unter anderem Heaven Shall Burn, King Diamond und Versengold auf dem Programm; die Tage folgen Highlights wie Powerwolf, In Extremo, Dragonforce und ASP.

Heiße Temperaturen, heiße Acts

Schon der Auftakt am Mittwoch brachte alles, was das Metal-Herz begehrt – inklusive Temperaturen von bis zu 37 °C. Doch nicht nur das Thermometer kletterte in schweißtreibende Höhen: Auch die Bühnen glühten. Bands wie Excrementory Grindfuckers, TÝR, APRIL ART, DARK TRANQUILLITY, APOCALYPTICA und SAXON sorgten für ein Feuerwerk aus Doublebass und Pyrotechnik – und das Publikum dankte es mit unermüdlicher Energie. Am Donnerstag setzen unter anderem Asenblut, The New Roses, THE GEMS, SODOM, King Diamond, Heaven Shall Burn und Nachtblut noch einen drauf – hier brennt die Luft im besten Sinne.

SAXON – Legendäre Vertreter des britischen Heavy Metal mit energiegeladenen Live-Auftritten und über 40 Jahren Bühnenerfahrung.
(Foto: Richard Kirschner)

Vielfalt auf zwei Bühnen

Mit knapp 60 Bands auf zwei Open-Air-Bühnen bietet das ROCKHARZ auch 2025 wieder ein breites Spektrum: Heavy-, Power- und Thrash-Metal, aber auch Gothic, Folk, Mittelalter-Rock und Industrial-Sounds vereinen sich zu einem Programm, das Fans sämtlicher Subgenres begeistert. Von Szenegrößen wie Powerwolf, In Extremo, Dragonforce und Cradle of Filth bis hin zu regionalen Newcomern zeigt das Festival: Metal lebt – und wächst weiter.

Festivalorganisation auf hohem Niveau

Dank eines neuen, farblich kodierten Anreisekonzepts verlief die Anfahrt in diesem Jahr besonders reibungslos. Klar ausgeschilderte Routen führten die Besucher direkt ab der Autobahn zu den jeweiligen Campingbereichen – vom Caravan Park bis zum Standardcamping. Staus wurden weitgehend vermieden, die Stimmung blieb entspannt.
Auch auf dem Gelände zeigte sich die Organisation durchdacht: Zahlreiche Trinkwasserstellen, zusätzliche Schattenflächen sowie ein spontaner Clou – eine Schneekanone zur Abkühlung am Eingang – halfen, der Hitze zu trotzen. Vor der Bühne sorgten Feuerwehrschläuche am ersten Tag für publikumswirksame „Duschen“. Selbst als am Abend starke Böen durch das Gelände zogen, blieb alles unter Kontrolle. Pavillons wurden gesichert, Helfer und Sicherheitskräfte waren jederzeit zur Stelle.

Trau(m)kulisse für den Bund fürs Leben

Ein Novum: Das ROCKHARZ ist 2025 erstmals offizielle Außenstelle des Standesamts Ballenstedt. Acht Paare nutzen die Gelegenheit, sich im Rahmen des Festivals das Jawort zu geben – ein ganz besonderes Erlebnis zwischen Headbangern, Riffs und Harzromantik.

Gemeinschaft, Genuss und gelebte Inklusion

Was das ROCKHARZ seit jeher auszeichnet, ist die besondere Verbindung aus musikalischer Härte und herzlicher Gemeinschaft. Die Wege sind kurz, das Gelände übersichtlich und die Atmosphäre familiär. Kulinarisch reicht das Angebot von deftig bis vegan, ergänzt durch zahlreiche Getränke- und Verkaufsstände.

Besonders hervorzuheben: Die vorbildliche Inklusion. Barrierefreie Campingflächen, spezielle Services für Menschen mit Behinderung, Technik-Support und Orientierungshilfen sorgen für echte kulturelle Teilhabe – ein Festival für alle.

Fazit: Laut. Heiß. Unvergesslich.

Das ROCKHARZ 2025 ist mit voller Wucht gestartet – musikalisch und meteorologisch. Wer der Sommerhitze standhält, wird mit einem einmaligen Festivalerlebnis belohnt. Die Fans feiern ausgelassen, die Bands liefern ab – und Ballenstedt wird erneut zum Herzschlag des Metal-Sommers. .„I froi mi jedes Jahr auf’s Rockharz – do kimmt ma so richtig unter Leit, de genauso verrückt nach bayerischem Powermetal – des is echt a Mordsgaudi!“– Lukas, aus Niederbayern, „Nu, mir Sachsn san ja net zimperlich, aba beim Rockharz geht’s echt zünftig z’samm: Mudder kommt mit’m Rollator, Vadder mosht im Moshpit, un de Musik dröhnt vom Feinsten. Des is wie Heimat un Party in einem!“ – Karin, aus dem Erzgebirgskreis. Dass die Fans dem Festival sehr verbunden sind, zeigen auch die vielen T-Shirts mit der Aufschrift „At the Devil‘s Wall“, nachdem das Festival ja in der Teufelsmauer stattfindet. 

(Fotos: Richard Kirschner)

Wenn der Harz bebt: ROCKHARZ Festival 2025 steht in den Startlöchern - Wo Metal auf Menschlichkeit trifft

Wenn der Harz bebt: ROCKHARZ Festival 2025 steht in den Startlöchern - Wo Metal auf Menschlichkeit trifft

Ballenstedt. Vom 02. bis 05. Juli 2025 wird der Flugplatz Ballenstedt in Sachsen-Anhalt erneut zur Bühne für eines der bedeutendsten Metal-Festivals Deutschlands: das ROCKHARZ Festival. Rund 25.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland werden auch in diesem Jahr inmitten der Harzer Berglandschaft erwartet – zwischen Teufelsmauer und Brockenpanorama, umgeben von Natur, Klängen und einer ganz eigenen Festival-Atmosphäre.

Das ROCKHARZ steht seit Jahrzehnten für ein Festivalerlebnis, das große Namen der Metalwelt mit aufstrebenden Talenten und regionalen Acts zusammenbringt. Rund 50 Bands geben sich auf zwei Open-Air-Bühnen an vier Tagen die Klinke – oder besser: das Mikrofon – in die Hand. Bereits am Mittwoch ab 15 Uhr beginnt das Festival mit einem starken Warm-up, u.a. mit Apocalyptica, Saxon, Dark Tranquillity und Soulfly.

Auch das restliche Line-up lässt kaum Wünsche offen. Zu den diesjährigen Headlinern zählen unter anderem die britische Metal-Legende King Diamond, die energiegeladenen Powerwolf, die Thüringer Ausnahmeband Heaven Shall Burn sowie In Extremo, Mono Inc., ASP, Cradle of Filth, Dragonforce und viele mehr. Ob Heavy, Power, Gothic, Folk oder Death Metal – stilistisch bleibt das ROCKHARZ vielseitig und abwechslungsreich.

Was das Festival seit jeher auszeichnet, ist nicht nur die Qualität des Programms, sondern auch das besondere Miteinander. Trotz der Größe bleibt das Gelände übersichtlich, die Wege kurz und die Atmosphäre familiär. Der direkt an das Infield angrenzende Campingplatz erleichtert den Festivalalltag. Für das leibliche Wohl sorgt ein breites kulinarisches Angebot – von deftig bis vegan, ergänzt durch Trinkwasserstellen und zahlreiche Getränkestände.

Das ROCKHARZ-Festival hat auch in Bayern eine feste Fan-Community, die schon lange auf diesen Termin hin fiebert. Autogrammstunden mit ausgewählten Bands werden wieder möglich sein. Viele reisen jedes Jahr gemeinsam an, zum Teil mit aufwendig gestalteten Camp-Arealen und eigenen Festival-Ritualen. Für eingefleischte Stammgäste gehört das erste Juliwochenende längst fest in den Jahreskalender. „Des is fei a Muss bei uns – da samma dabei, egal wie’s Wetter is!“, sagt Tobi aus Forchheim mit einem Grinsen.

Barrierefreiheit und Teilhabe

Das ROCKHARZ versteht sich als Festival für alle – und setzt dies konsequent um. Menschen mit Behinderung finden auf dem Gelände zahlreiche unterstützende Strukturen: barrierefreie Sanitäranlagen, rollstuhlgerechte Wege, erhöhte Podeste an den Bühnen und ein eigener Inklusionscampingbereich mit pflegerischer Versorgung. Zudem steht ein geschultes Team bereit, um individuelle Unterstützung zu bieten.

Ein Festival mit Wurzeln und Haltung

Seine Ursprünge hat das ROCKHARZ im Jahr 1993, als in Osterode am Harz ein kleines Indoor-Konzert unter dem Motto „Rock gegen Rechts“ stattfand. Was damals als lokales Zeichen gedacht war, ist heute ein international geschätztes Festival – mit klarem Profil, gewachsener Fanbasis und ungebrochener Leidenschaft.

Wer noch dabei sein will: Tagestickets für Donnerstag, Freitag und Samstag sind für je 90 € auf der Festival-Website erhältlich: rockharz-festival.com.

Ob für einen Tag oder das volle Programm – das ROCKHARZ 2025 verspricht intensive Musikmomente, starke Gemeinschaft und ein Festivalerlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Impressionen zum ROCKHARZ 2024

Festivalgefühl pur: Beim ROCKHARZ 2024 trafen donnernde Riffs auf Brockenblick und familiäre Stimmung. Die Bilder zeigen, warum so viele Fans den Juli im Harz längst als festen Pflichttermin im Kalender haben. (Fotos: Richard Kirschner)

Laut, wild, grenzenlos: Nova Rock 2025 begeistert tausende Fans - Schweiß, Staub und Sound: Das Nova Rock in Bestform

Laut, wild, grenzenlos: Nova Rock 2025 begeistert tausende Fans - Schweiß, Staub und Sound: Das Nova Rock in Bestform

Nickelsdorf Vier Tage lang bebten die legendären Pannonia Fields in Nickelsdorf unter der Wucht von Bässen, E-Gitarren und tobenden Fans. Das Nova Rock 2025 war erneut ein Fest der Superlative: ausgelassene Stimmung, hochkarätige Bands und traumhaftes Festivalwetter ließen die Herzen der Musikliebhaber höherschlagen.

Headliner sorgen für Gänsehautmomente

Der vorletzte Festivaltag bot ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse: Mit dabei waren Slipknot, Powerwolf, SDP, Deine Cousine, Folkshilfe, Baby Lasagna, Lorna Shore und Amaranthe. Besonders Folkshilfe traf mit ihren mitreißenden Liedern den Nerv des Publikums – Mitsingen und Mittanzen waren quasi Pflicht. Krautschädl brachten am Nachmittag mit ihrem unverwechselbaren Sound beste Laune aufs Gelände.

Als Slipknot die Blue Stage betrat, strömten schon lange zuvor tausende Fans herbei. Einige hatten sich stilecht mit unheimlichen Masken ausgestattet, die schon vor Konzertbeginn für Gänsehaut sorgten. Gegen Mitternacht enterte Powerwolf die Bühne und verwandelte die Arena für rund 80 Minuten in eine imposante Heavy-Metal-Messe. Frontmann Attila Dorn führte das Publikum mit seiner markanten Stimme und charismatischen Präsenz durch ein energiegeladenes Set, das von epischen Hymnen und mitreißender Bühneninszenierung geprägt war.

Am Nachmittag eröffneten Lorna Shore ihre wuchtige Performance mit „Sun//Eater“ und lieferten ein intensives Deathcore-Brett ab: brutale Riffs, Blast Beats und kompromisslose Breakdowns ließen die Menge beben. Auch Amaranthe überzeugten mit ihrem markanten Dreifach-Gesang: Clean-, Female- und Growl-Parts verschmolzen zu einer mitreißenden Mischung aus Melodic Death Metal, Power Metal und eingängigen Pop-Elementen. Ihre treue Fangemeinde feierte jede Sekunde.

 

Der große Festivalabschluss mit Versengold, Alligatoah, Wanda, Electric Callboy und Dream Theater

Am finalen Festivaltag am Samstag wurde noch einmal alles gegeben: Alligatoah brachte das Publikum mit seinen ironischen Texten und eingängigen Melodien zum Mitsingen. Wanda sorgte mit ihren Hymnen für kollektive Glücksmomente, während Electric Callboy mit ihrer energiegeladenen Show das Publikum regelrecht zum Ausrasten brachte. Dream Theater glänzte mit virtuoser Spielfreude und komplexen Arrangements und setzte damit einen anspruchsvollen Schlusspunkt. Versengold verwandelte die Red Stage am Nachmittag in eine stimmungsvolle Klangwelt und zog das Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann. Mit ihrer mitreißenden Bühnenpräsenz und direkter Publikumsinteraktion schufen sie eine ganz besondere Festivalatmosphäre. Auch Landmvrks lieferten auf der Red Stage eine kraftvolle Demonstration moderner Metalcore-Sounds: Mit treibenden Drums, brachialen Gitarrenriffs und der eindringlichen Stimme des Frontsängers brachten sie das Publikum zum Toben.

Traumwetter und perfekte Organisation

Das Festivalwetter hätte kaum besser sein können: Vier Tage lang Sonne pur, Temperaturen bis zu 27 Grad und strahlend blauer Himmel. Der Veranstalter sorgte mit klaren Ansagen für Sicherheit, mahnte zur Flüssigkeitsaufnahme und schützte Besucher mit regelmäßiger Bewässerung der Flächen vor dem aufwirbelnden Staub.

(Fotos: Richard Kirschner)

Ausblick: Vorfreude auf Nova Rock 2026

Zum Abschluss kreiste ein Leichtflugzeug mit der verheißungsvollen Botschaft über die Pannonia Fields: „NOVA ROCK – See you next year“. Und tatsächlich laufen die Vorbereitungen für das Nova Rock 2026 bereits auf Hochtouren: Vom 11. bis 14. Juni 2026 wird Nickelsdorf erneut zum Mekka der Rock- und Metalwelt. Veranstalter Ewald Tatar verkündete noch vor dem Auftritt von Linkin Park stolz die ersten bestätigten Headliner: Bring Me the Horizon und The Offspring werden nächstes Jahr die Bühnen erobern.

Für Fans beginnt die Vorfreude jetzt schon: Early Bird Festivalpässe sowie flexible „Day of your Choice“-Tickets sind bereits erhältlich – perfekt für alle, die sich noch nicht auf einen bestimmten Festivaltag festlegen möchten.

(Fotos: Richard Kirschner)

Burgenland bebt: Nova Rock feiert 20 Jahre mit Mega-Line-Up mit über 220.000 Fans - Linkin Park rockt die Jubiläumsbühne

Burgenland bebt: Nova Rock feiert 20 Jahre mit Mega-Line-Up mit über 220.000 Fans - Linkin Park rockt die Jubiläumsbühne

Nickelsdorf im Ausnahmezustand

Seit mittlerweile 20 Jahren verwandelt sich das sonst so beschauliche Nickelsdorf im Burgenland zum Epizentrum der europäischen Festivallandschaft. Beim diesjährigen Jubiläum strömten über 220.000 Musikfans aus ganz Europa an die österreichisch-ungarisch-slowakische Grenze. Veranstalter Ewald Tatar zeigte sich über den bisherigen Verlauf und den Besucherzahlen zufrieden. 

Rock im Park 2025: Ein starker Auftakt für das Jubiläumswochenende - Erster Festivaltag begeistert mit internationalen Top-Acts

Rock im Park 2025: Ein starker Auftakt für das Jubiläumswochenende - Erster Festivaltag begeistert mit internationalen Top-Acts

Nürnberg 30 Jahre Rock im Park und gleich der erste Tag beweist: Dieses Festival ist so lebendig und energiegeladen wie eh und je. 88.500 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und darüber hinaus haben den Weg nach Nürnberg gefunden, um das Jubiläum gebührend zu feiern. Der Park lebt, bebt – und zeigt sich zum Start in bester Feierlaune.

Wolken, Wumms und Wahnsinn: So war der erste Tag

Bereits am Donnerstagabend zeigte sich: Die Vorfreude auf das Festival war ungebrochen – und die Anreise zahlreich. Die Park- und Campingflächen füllten sich früh, sodass viele Besucherinnen und Besucher ihre Zelte in enger Nachbarschaft aufschlagen mussten. Für routinierte Festivalgäste jedoch kein Problem: Mit Rucksack, Bollerwagen und guter Laune machten sich viele auf längere Fußmärsche, um noch einen Stellplatz zu ergattern.

Das wechselhafte Wetter stellte die Ausrüstung der Gäste auf die Probe: Immer wieder zogen Regenschauer über das Gelände, bereits am frühen Nachmittag wurden die ersten durchnässt. Wer Gummistiefel, Regenjacke oder Poncho dabei hatte, war klar im Vorteil. Der Stimmung tat das keinen Abbruch – im Gegenteil: Zwischen Zelten und Bierdosen, Musikboxen und Matsch ergaben sich schnell neue Bekanntschaften.

Eine deutliche Erweiterung des Festivalgeländes bot in diesem Jahr die neue „Atmos Stage“. Ihre Lage in unmittelbarer Nähe zum Stadionbad erwies sich als Glücksgriff. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich nach dem Zeltaufbau im kühlen Wasser zu erfrischen – ein perfekter Start in den Festivaltag.

„Des is fei wia Urlaub unner Kumpels – bloß mit lauterer Musik!“, grinste Lisa (21) aus Gößweinstein, während sie triefend nass, aber gut gelaunt aus dem Becken stieg. „A weng naß wern mir heit eh alle – da fang mer glei gscheid a!“

Starke Shows zum Festivalstart

Musikalisch war der Freitag ein echtes Brett – und das schon ab dem frühen Nachmittag. Bekannte Größen gaben sich auf allen Bühnen die Verstärkerklinke in die Hand. Auf der Utopia Stage überzeugte die kanadische Metalcore-Band Spiritbox mit einer Mischung aus brachialen Riffs und atmosphärischen Vocals – ein früher Höhepunkt für Fans harter Töne. Heaven Shall Burn legten später auf der Mandora Stage nach. Die Thüringer Metal-Veteranen lieferten eine politisch klare und musikalisch kompromisslose Show. „Wenn du da vorne stehst, spürst du jeden Ton im Brustkorb“, meinte Kevin (26) aus Regensburg, der bereits zum fünften Mal bei Rock im Park dabei ist. Am späten Nachmittag verwandelten Bullet for My Valentine das Gelände in ein brodelndes Metal-Meer. Mit messerscharfen Breakdowns und einer Bühnenpräsenz, die unter die Haut ging, lieferten die Waliser eine Show, die noch lange nachhallen dürfte. Auch auf der Orbit Stage herrschte Ausnahmezustand: Northlane präsentierten ihren elektronisch durchzogenen Metalcore-Sound – modern, experimentierfreudig und mitreißend. Einen der emotionalsten Festivalmomente schufen Rise Against auf der Mandora Stage. Ihre Songs trafen mit klarer Botschaft und leidenschaftlicher Energie direkt ins Herz des Publikums.

Wenig später zeigte Kontra K, dass auch Rap seinen festen Platz im Festivalgeschehen hat. Mit kraftvollen Tracks wie „Ein Schritt“ und einer beeindruckenden Pyroshow brachte er die Utopia Stage zum Kochen. Als Überraschungsgast betrat das Berliner Duo SDP die Bühne, um gemeinsam den Song „Keine Helden“ zu performen – ein gefeierter Moment. Slipknot setzten am späten Abend ein gewaltiges Ausrufezeichen. Ihre düstere, perfekt choreografierte Show ließ das Infield beben. Kaum eine Band versteht es besser, Wahnsinn und Präzision derart fesselnd zu verbinden. Für viele dürften die ikonischen Masken noch lange nachwirken.

Weitere starke Acts des Tages: In Flames, SiM, Smash Into Pieces und Millencolin sorgten für Soundvielfalt, Stimmung und bestens gefüllte Bühnenbereiche.
„Nach dem ganzn Metal is des echt a Wohltat – volle Feia-Stimmung!“, lachte Anna (24) aus Linz – und fasste den Tag wohl treffender zusammen als jede Headline.

Festivalgefühl pur

Abseits der Bühnen sorgten Food-Stände und Merch-Stände für Abwechslung und Entspannung. Die erweiterte Festival-App erleichterte vielen den Tag: Wegbeschreibungen, Auftrittszeiten und Füllstände der Parkplätze – alles live abrufbar.

Das Wetter? Mehrfach eine Dusche unter freiem Himmel – aber wen stört das schon? Das Zelt steht, die Kühltasche ist voll, und mit rund 100 Live-Acts wird Rock im Park 2025 unvergesslich bleiben. Weiter geht’s – Tag 2 wartet.

 

(Fotos: Richard Kirschner)

Rückblick: So war Rock im Park 2025 - Regen, Riffs und Riesenstimmung – Rock im Park feiert 30 Jahre

Rückblick: So war Rock im Park 2025 - Regen, Riffs und Riesenstimmung – Rock im Park feiert 30 Jahre

Nürnberg – Rock im Park feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem Line-up, das kaum Wünsche offenließ. Trotz wiederkehrender Regenschauer verwandelten knapp 90 000 Fans das Zeppelinfeld in ein brodelndes Meer aus Ponchos, Pfützen – und purem Festivalfeeling.

Improvisation und Einsatz – Regen kann Stimmung nicht trüben

Das Wetter zeigte sich von seiner unbarmherzigen Seite: Immer wieder zogen kräftige Schauer über das Gelände. Doch das Publikum reagierte kreativ – aufgerissene Lidl-Tüten, Müllsäcke oder durchlöcherte Pavillons wurden zu spontanen Regenschutzlösungen. Auch die Organisatoren packten mit an: Auf der Mandora Stage wurde kurzerhand ein Traktor mit einem Anhänger voll Stroh vorgefahren, um matschige Flächen im Zuschauerbereich begehbar zu machen. „Festivalmodus bleibt an – auch im Schlamm!“, so ein Fan auf dem Weg zur nächsten Bühne.

Ein Line-up der Extraklasse – von Metal bis Indie-Pop

Musikalisch überzeugte das Jubiläum auf ganzer Linie. Der Freitag startete mit Acts wie Slipknot, Bullet for My Valentine, Heaven Shall Burn, In Flames und SDP. Am Samstag folgten Highlights wie Korn, Powerwolf, Falling in Reverse, Lorna Shore und Idles – eine perfekte Mischung aus Härte und Atmosphäre. Powerwolf lieferten eine theatralische Metal-Show auf der Mandora Stage – inklusive Pyro, Chor und Prediger-Pose. „Holy shit, ihr wart verrückt heute!“, rief Sänger Attila Dorn ins begeisterte Publikum.

Am Sonntag bot das Finale mit The Prodigy, K.I.Z., Bring Me the Horizon, Weezer und Biffy Clyro noch einmal Festival-Gänsehaut pur. Besonders emotional: der Auftritt von Sportfreunde Stiller – einer der geheimen Gäste, der für viele Fans bereits am Sonntag Vormittag ein Highlight war. Der zweite Secret Act, Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys, sorgte dagegen für gemischte Reaktionen – einigen war der Italo-Schlager dann doch zu weit vom Rock entfernt.

Lob, Kritik – und Wünsche für 2026

Nicht alles lief reibungslos: Nadine aus Beilngries berichtete von „vier Stunden Fußmarsch mit dem Bollerwagen, nur um einen winzigen Zeltplatz zu finden.“ Klaus aus Böblingen wünschte sich „ein bayerisches Fassbier“. Positiv aufgenommen wurde die neue ATMOS Stage, die als entspannter Geheimtipp galt. „Hier ist es nicht so stressig und man kommt leichter an die Bühne“, schwärmte Gabi aus Bamberg. Weiter positive Rückmeldungen: "Der Sound war auf allen Bühnen glasklar – man hat jede Note gespürt.", so Fritz aus Freiburg. "Rock im Park bleibt für mich DAS Festival des Jahres – jedes Mal ein Highlight im Kalender!", meint Christina aus Roding.

Ausblick: 2026 wird legendär

Rock im Park 2025 hat Maßstäbe gesetzt – mit einem vielfältigen Genre-Mix, hoher Energie und einem treuen Publikum, das sich auch von Starkregen nicht bremsen ließ. Und die Vorfreude auf das nächste Jahr ist bereits da: Linkin Park wurde als erster Headliner für Rock im Park 2026 bestätigt – ein Meilenstein, auf den viele Fans jahrelang gehofft haben.

(Fotos: Richard Kirschner)